2010

AFRICULT  DIALOG  THEMEN 2010!

Dienstag, 31. 8. 2010
Amerlinghaus
1070, Stiftgasse 8
Beginn: 18.00

Was verstehen wir unter Integration ?
What we understand under integration ?
Einseitige Sichtweise der Politik ?
Is it the single and general view and opinion of the politics?
Referent: Evans Eigbiremolen
Moderation : Ursula Omoregie

---------------------------------------------------

Donnerstag,  2. 9. 2010
Amerlinghaus
1070, Stiftgasse 8
Beginn: 18.00

Hilfe zur Selbsthilfe !
Help to help yourself!
Eine Brücke von Kontinent zu Kontinent ?
A bridge from continenten to continent?
Referent: Aboubacar Kone, Ambruse Daarol
Moderation : Ursula Omoregie

---------------------------------------------------

Freitag, 3. 9. 2010
Amerlinghaus
1070, Stiftgasse 8
Beginn: 18.00

Flüchtlingsstrom nach Europa !
The stream of refuges to Europe!
Belastung, Unerwünscht oder eine Herausforderung an Staat und Europa ?
A Treating, no wanting or a challenge for Europe ?
Referent: Mohamed Yakubu
Moderation: Ursula Omoregie


2009
 
 
AFRIKA WORLD LIGA 2009
Infos - Ergebnisse/Results - Fotos
 

AFRIKA WORLD LIGA 2009

Verein Schmetterling organisiert zum dritten die Afrika World Liga in Wien. Dieses Jahr nehmen acht Teams
an der Liga teil und es werden immer am Samstag zwei Matches gespielt. Begonnen hat die Liga am 9. Mai
mit den Matches FC Algerien gegen Opec Oilers und Elfenbeinküste gegen Tunesien. Die Spiele werden großteils
am ASKÖ Schmelz 1150 Wien immer um 15.00 und 17.00 ausgetragen.
Das Viertel und Halbfinale findet am 27. Juni am ASKÖ 20 Hopsagasse 3 1200 Wien statt.
Die vorläufigen Gruppen Ergebnisse sind:

Gruppe A

  1. Tunesien
  2. Elfenbeinküste
  3. FC Algerien
  4. Opec Oilers

Gruppe B

  1. Nigeria
  2. Schmetterling
  3. Kamerun
  4. FC Ute Bock

Das große Finale um den ersten und zweiten Platz der Liga 2009
findet im Rahmen des Flüchtlingsfestes am 4. Juli 2009 am ASKÖ Schmelz 1150 Wien statt.

 

FLÜCHTLINGSFEST

Samstag, 4. Juli 2009

 

FLÜCHTLINGSFEST 2009 - Resumee

Ergebnis Afrika Liga Finale:
Elfenbeinküste vs. Tunesien 3:2

Flüchtlingsfest Turnier:
1. Platz TAXI 40100
2. Platz IDEE

Frauen Match:
Grüne Frauen  vs. Askerlaa    1:9

Unter 12
Redstar vs. Tunesien  12:4

Das vierte von Verein Schmetterling veranstalte Flüchtlingsfest hat am 4. Juli am ASKÖ Schmelz in 1150, auf der Schmelz 10 stattgefunden bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.

Mit einer kleinen Verzögerung hat das Fussball Turnier mit insgesamt 15 Teilnehmern, leider ist ein Team (Guinea) nicht erschienen. Es wurde auf Halbfeld gespielt auch das Viertel, Halb und das Finale. Das Turnier für sich konnten zwei Teams, die das erste Mal mitgespielt haben für sich entscheiden:
Taxi 40100 und Idee !

Um 15:30 hat das Frauen Match Grüne Frauen gegen Askerlaa parallel dazu das Jungend Fussball Spiel Redstar gegen Tunesien. Dank der Technischen Unterstützung durch Mitarbeiter vom Wiener Hilfswerk konnten wir auch nachmittags nachdem wir die Bühne und Spots aufgestellt haben mit dem Musikprogramm zu Beginn Dj ZiggyD !

Um 17:00 begann das Finale der Afrika Liga es haben sich qualifiziert: Elfenbeinküste und Tunesien:
Sieger der Afrika Liga wurde die Elfenbeinküste.

Vor der Siegerehrung sind live artists aufgetreten und haben die auf der Terrasse des Restaurant Toska am Sportgelände die BesucherInnen unterhalten. Als Ehrengäste auf der Bühne waren PoitikerInnen der Grünen, Vertreter der WIK und des Vereins Asyl in Not anwesend,  Der Obmann der Organisation "Youth for humanrights" hat die Petition für die besonders für Flüchtlings und alle Menschen unbeachteten Menschenrechte vorgestellt und Unterschriften gesammelt.

Nach weiteren Live  Acts ist die  Samba Gruppe Baturim  mit den Tropical life TänzerInnen aufgetreten und haben die Stimmung der Gäste noch weiter gesteigert. Als Abschluß hat DJ Ziggy D  die Party mit Makossa, dancehall  und Afro Beat die BesucherInnen in Partystimmung bestärkt und es haben viele zu seiner Musik weitergetanzt bis die Party zu Ende war.

Wir danken den Wiener Grünen, der MA 7 Kultur  und dem Wiener Hilfswerk für die Unterstützung dass dieses Fest stattfinden konnte.
Für die kulinarische Versorgung  der TeilnehmerInnen und Mitwirkenden danken wir Ströck Brot und Gebäck, Asyl in Not und Restaurant Toska !

Fotos vom Flüchtlingsfest auch unter www.picpro.at

10. April 2009 - Tipp 3 Futsal Turnier
 

Im AKH kümmert sich ein Psychiater um MigrantInnen-Sorgen
Das Bild vom "eingewanderten Feind"

Der aus der Ukraine stammende Psychiater Prof. Dr. Alexander Friedmann leitet die Transkulturelle Ambulanz im AKH. Als Sohn einer Zuwandererfamilie fühlt er sich heute beruflich und sozial absolut integriert in die österreichische Gesellschaft. "Integration" bedeute aber nicht, von Zugewanderten zu verlangen, "Durchschnittsösterreicher" zu werden. Das ist selbst von hier Geborenen zu viel verlangt. "Wir Ukrainer wurden nicht mit offenen Armen empfangen - andererseits wurden wir nicht in dem Ausmaß abgelehnt, wie das heute der Fall ist", beschreibt der Arzt eine traurige Tendenz. Der Augustin sprach mit ihm über den Sinn seiner Psychoambulanz.

Wie ist Ihre Transkulturelle Ambulanz entstanden?

Es war der Bedarf vorhanden, wie ich dann auch aufgrund des großen Zustroms bemerken konnte. Die Menschen, die zu mir kommen, fühlen sich verstanden, weil ich versuche, über das Umfeld und die Risken in dem Land, woher sie gekommen sind, Bescheid zu wissen.

Sehen Sie unter den ZuwandererInnen ein Potential, welches für das Land nützlich sein könnte?

Unbedingt. Zum Beispiel haben wir zu wenige Experten und Forscher, wie man jetzt im Fall der Besetzung der leitenden Posten der Uni in Gugging sieht. Vielleicht leben viele hier mit Talenten eines Rokitansky oder eines Billroth, nur gibt es wenig bis keine Chancen für sie, diese der Gesellschaft und dem Land zur Verfügung zu stellen, was sie aber gerne tun würden. Es schadet nicht, wenn ein Nichtösterreicher für uns Fußball spielt, in der Oper auftritt oder andere Dinge tut, um den Bedarf des Landes zu decken. So wie es auch nicht geschadet hat, Tschechoslowaken nach dem Prager Frühling das Visum für Österreich auszustellen. Manche haben ihren Anteil hier geleistet, sind dann wieder zurückgegangen und Freunde Österreichs geblieben, weil sie gut aufgenommen wurden. Wir haben auch kein Problem, Sushi, Suvlaki, Kebab und was auch immer zu genießen. Denn ohne diese Bereicherungen durch "Fremde" wären wir kulturell sehr benachteiligt.

Wie stehen Sie zum Begriff der Integration?

Das Wort alleine ist für mich wenig aussagekräftig. Ich bin nicht dagegen, dass die MigrantInnen mit der Frage konfrontiert werden: Willst du in Österreich bleiben? Will man loyale Bürger, die gerne hier ihren Beitrag zum Wohle des Landes leisten wollen, sollte man ihnen gegenüber aber auch das Recht auf ihre eigene Identität respektieren. Weil nicht alle DurchschnittsösterreicherInnen sein können, das können nicht einmal die hier Geborenen, es gibt soziale und regionale Unterschiede selbst in einem kleinen Land wie Österreich - und das Recht auf die eigenen Identität muss erhalten bleiben.

Wie sehen Sie den Gesundheitszustand unter den ZuwanderInnen?

Irgendwie sind alle krank - physisch und/oder psychisch. Was auch nicht verwunderlich ist, leben sie doch alle gemeinsam in Häusern, in denen der Hass ein Mitbewohner ist. Sie leben einerseits zu isoliert - andererseits aber nicht isoliert genug. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass Menschen, die das Schicksal der Entwurzelung in der Migration teilen, automatisch solidarisch zueinander stehen. Wie sie leben und behandelt werden, ist oft eine einzige Quälerei für die Menschen. Auch dass Familien weit voneinander getrennt untergebracht werden, ist sehr bedenklich - und ein krankmachender Faktor.

Ändert sich der Zustand der Betroffenen, wenn sie rechtmäßigen Aufenthalt erhalten?

Aufgrund der unmenschlichen Gesetze und des politischen Willens, jede legale Lücke abzudichten, kann es für jeden einzelnen schon zu spät sein, wenn er eine positive Entscheidung erhält. Dankbarkeit kann dann keine mehr erwartet werden, weil schon viel Unmenschliches im Verlauf des Wartens geschehen ist. Es ist auch bedenklich, dass Menschen in ihr Land zurückgeschickt werden, die krank sind und sich die Behandlung, auch wenn sie möglich wäre, nicht leisten können. Das bedeutet dann oft den sicheren Tod für diese Menschen. Wir leben in einem Land, dessen Repräsentanten die Verankerung des Christentums in der europäischen Verfassung fordern und Österreich als christliches Land definieren wollen. Im Alltag jedoch ist von der christlichen Nächstenliebe kaum was zu bemerken. Spenden alleine ist nicht genug, reale Praktizierung des Christentums wäre sicher angebrachter. So wie die Lage jetzt ist, hätte man auch Jesus keinen "humanitären Aufenthalt" geboten, geschweige denn das endgültige Recht auf Asyl in Österreich.

Kann man die Lebenssituation von ZuwanderInnen mit der von Obdachlosen vergleichen?

"Die Obdachlosen" als einheitliche Gruppe gibt es nicht. Vor 20 Jahren dominierten auf der Straße die psychisch Kranken, die in der eigenen Familie nicht ausgehalten wurden und von der Gesellschaft erst recht nicht. Es gab auch die Lebensweise der Vagabundage. Was es vor 20 Jahren praktisch nicht gab: Menschen, die sich trotz Erwerbstätigkeit keine Wohnung finanzieren können. Arbeitende Menschen, die sich in der Armutsfalle befinden. So kann von einem Vergleich gesprochen werden, weil auch Flüchtlinge von extremer Armut betroffen sind. Die Zustände schaffen so immer mehr Kranke! Und nicht wenige begehen Selbstmord, weil sie den Druck, der von der Gesellschaft ausgeübt wird, nicht ertragen können. In Österreich fehlt, wie ich spüre, das Grundvertrauen in die Menschen, was aber nötig ist, um ein Land wachsen zu lassen - wirtschaftlich und gesellschaftlich. Viele, die hierher gekommen sind, wären bereit, für das Land etwas zu tun, wenn ihnen ein ausreichenden Quantum an Vertrauen entgegengebracht würde. Populstische Zurufe haben eine gewisse Nachhaltigkeit gezeigt bis heute. Sie haben das Ziel, Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Ich denke aber, dass das Bild des "eingewanderten Feindes" langsam verblasst. Es gab wieder einzelne Zeichen von Zivilcourage-- die auch von PolitikerInnen erwartet wird, sofern sie nicht im Räderwerk der Regierung verfangen sind. So gesehen besteht Hoffung, dass die Vernunft die Oberhand gewinnt.

 

Mit Alexander Friedmann sprach Ursula Omoregie, Augustin-Mitarbeiterin und Obfrau des Integrations-Vereins "Schmetterling"

(info)

Spezialambulanz für Transkulturelle Psychiatrie und Migrationsbedingte Psychische
Störungen im Kindes- und Jugendalter: psychiatrische Akutversorgung und kulturberücksichtigende Diagnostik und Therapie für Migrant/innen und Asylwerber/innen jeglicher Provenienz. An der Universitätsklinik für Psychiatrie im

AKH Wien
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
Öffnungszeiten: Mo.-Fr., 8-10 Uhr
Tel.: (01) 404 00-3547

 
 
2008


 
2007